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© 2014 Praxis für Ergotherapie - Nadine Salzmann-Marth
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Die Ergotherapie (v. griechisch ργον, altgriechische Aussprache érgon, „Werk“, „Arbeit“ und θεραπεία,  griech. Aussprache therapeía, „Dienst“, „Behandlung“) ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf den Menschen und dessen Umwelt befasst.  Beeinträchtigungen werden durch den gezielten Einsatz von individuell sinnvollen Tätigkeiten behandelt.  Dabei nehmen die persönliche und sozio-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren Auswirkung auf die  Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der Umwelt einen hohen Stellenwert ein.  Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE) definiert die Ergotherapie folgendermaßen:  „Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit  eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie  bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer  persönlichen   Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem  Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag,gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner  Lebensqualität zu ermöglichen.”  Ziel der Ergotherapie ist in allen Einsatzbereichen gleich: eine zufriedenstellend Ausführung alltäglicher  Handlungen und die damit verbundene selbstbestimmte Teilhabe am sozio-kulturellen Leben.  Das wird erreicht durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten  Fähigkeiten und Funktionen. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu  beitragen, dass die Umwelt an die verbleibenden Fähigkeiten angepasst wird und so ein Optimum an  Rehabilitation erreicht wird.  Der Beruf des Ergotherapeuten entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA und wurde von  unterschiedlichen Berufsgruppen wie Ärzten, Sozialarbeitern, Krankenschwestern, Künstlern,  Handwerkslehrern und Architekten unabhängig voneinander entwickelt.  In Deutschland entwickelte sich der Beruf Ergotherapeut aus der Zusammenlegung von Beschäftigungs-  und Arbeitstherapeuten. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg schuf Hermann Simon 1924 eine  arbeitstherapeutische Theorie zur Behandlung psychisch Kranker. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in  Deutschland erstmals beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Verfahren und Methoden angewendet,  um die an Psyche und Körper verwundeten deutschen Soldaten und Zivilisten zu versorgen. 1953 wurde  die erste deutsche Lehreinrichtung für Beschäftigungstherapie in Hannover im Annastift gegründet.